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AfD-Landesvorsitzender Urban fordert indirekt CDU zur Zusammenarbeit auf

AfD-Landesvorsitzender Urban fordert indirekt CDU zur Zusammenarbeit auf
AfD-Landesvorsitzender Jörg Urban bei der Wahl-Nachlese der Bundespartei in Berlin / Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Von: DieSachsen News
Die AfD hat in Sachsen knapp den Sprung auf Platz eins verpasst. Bei gewisser Enttäuschung darüber sieht sich der Landesverband gestärkt und macht der CDU ein Angebot - verbunden mit einer Warnung.

Der AfD-Landesvorsitzende Jörg Urban hat die sächsische CDU indirekt zur Zusammenarbeit aufgefordert und vor dem Versuch gewarnt, «gegen den Wählerwillen Politik zu machen». Die bisherige Koalition aus CDU, SPD und Grünen habe keine Mehrheit mehr, sagte er bei der Landtagswahl-Nachlese seiner Partei in Berlin. Über 60 Prozent der Wähler hätten sich für AfD oder CDU entschieden. «Wir schauen jetzt, wie sich das sortiert.»

Die AfD sei bei den Themen Asyl, Innere Sicherheit, Kriminalität, aber auch in allen anderen Bereichen wie Wirtschaft, Arbeitsplätze und Standortpolitik mittlerweile anerkannt als Interessenvertreter der Wähler. «Wir gehen damit jetzt in Gespräche.» Man sei gesprächsbereit mit jedem im Landtag, «der bereit ist, etwas Gutes für das Land zu tun». 

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Urban: Wahlergebnis unter den Erwartungen der AfD

Urban verwies darauf, dass die AfD trotz eines bisher nicht erlebten Widerstandes das beste Ergebnis in Sachsen erreicht habe. Aber: «Wir sind unter unseren Erwartungen geblieben, wir hätten gern etwas mehr gehabt.» Er sieht die AfD als Volkspartei etabliert, da über die Hälfte sie aus Überzeugung wählten. In Sachsen ist die Partei vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. 

AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla attackierte Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) persönlich. Der habe als «Raubkopierer» und «Trittbrettfahrer» mit AfD-Positionen Wahlkampf gemacht. «Die wird er nun auch nur mit uns umsetzen können.» Denn der Wähler wolle einen Politikwechsel. Das Scheitern der AfD, stärkste Kraft zu werden, «liegt doch an der sehr hohen Popularität von Kretschmer» und dessen «Trittbrett»-Wahlkampf. 

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