Eine aktuelle Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts STEM zeigt ambivalente Einstellungen der tschechischen Bevölkerung gegenüber Ausländern. In der im Januar 2026 durchgeführten Erhebung stuften 56 Prozent der Befragten Ausländer, die in Tschechien leben, als potenzielles Sicherheitsrisiko ein. Gleichzeitig sind 57 Prozent der Ansicht, dass die tschechische Gesellschaft Ausländern häufig mit Vorurteilen und Voreingenommenheit begegnet. Der Anteil derjenigen, die Ausländer als Risiko sehen, ist in den vergangenen Jahren allerdings nicht weiter gestiegen.
Die Ergebnisse verdeutlichen einen Widerspruch: Viele Befragte nehmen Diskriminierungstendenzen wahr, befürworten aber nur begrenzt gleiche Teilhaberechte. So sprechen sich lediglich 38 Prozent dafür aus, dass jede in der Tschechischen Republik lebende Person unabhängig von Herkunft oder Ethnie ein Recht auf die Staatsbürgerschaft erhalten sollte. Zudem finden 41 Prozent, dass ethnische Gruppen oder Minderheiten ihre eigenen Traditionen und Bräuche frei leben können sollten.