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Tschechiens Wirtschaft wächst im zweiten Quartal um zwei Prozent

Tschechiens Wirtschaft wächst im zweiten Quartal um zwei Prozent
Symbolbild Industrie / pixabay wal_172619
Von: News aus Tschechien
Die tschechische Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent gewachsen. Das geht aus einer vorläufigen Schätzung des Statistikamts ČSÚ hervor – trotz des Energiepreisschocks durch den Nahostkonflikt.

Die tschechische Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2026 im Jahresvergleich um zwei Prozent gewachsen. Das geht aus einer vorläufigen Schätzung des Tschechischen Statistikamts (ČSÚ) hervor. Im Vergleich zum ersten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent zu. Analysten hatten ein ähnliches Wachstum erwartet.

Als Haupttreiber nennt ČSÚ-Abteilungsleiter Vladimír Kermiet höhere Konsumausgaben der Haushalte und wachsende Auslandsnachfrage. Im Jahresvergleich trugen vor allem die Industrie, der Handel- und Transportsektor sowie Informations- und Kommunikationsdienstleistungen zum Wachstum der Bruttowertschöpfung bei. Auch die Beschäftigung stieg: gegenüber dem zweiten Quartal 2025 um 0,9 Prozent, gegenüber dem ersten Quartal 2026 um 0,2 Prozent.

Analysten werten das Ergebnis als Zeichen wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit. „Die tschechische Wirtschaft ist bis auf Weiteres dem Ölpreisschock widerstanden", sagte Deloitte-Chefökonom David Marek. Er warnte jedoch, dass der Schock das Wachstum wahrscheinlich etwas gedämpft habe. Uniqa-Analyst Václav Franče lobte besonders die Erholung der Industrie als Wachstumstreiber – eine Entwicklung, an die man seit 2022 nicht mehr gewohnt sei. Gleichzeitig warnte er vor einem verzögerten Durchschlag des Energiepreisanstiegs auf die Realwirtschaft.

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Für das Gesamtjahr rechnen Analysten mit einem BIP-Wachstum von rund zwei Prozent. „Angesichts des ungünstigen außenwirtschaftlichen Umfelds wäre das ein solides Ergebnis", erklärte Patria-Finance-Chefökonom Dominik Rusinko. Als Hauptrisiko gilt die Dauer des Nahostkonflikts: Je länger die Energiepreise erhöht bleiben, desto stärker dürften sich die Folgen auf Inflation und Wachstum auswirken.

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