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Tschechien plant digitale Fahrzeugzulassung per Mausklick

Tschechien plant digitale Fahrzeugzulassung per Mausklick
Fahrzeughalter in Tschechien sollen An- und Ummeldungen künftig vollständig digital über das Verkehrsportal erledigen können. Foto: Ministerstvo dopravy ČR
Von: News aus Tschechien
Autobesitzer in Tschechien sollen künftig viele Behördengänge sparen. Die Regierung hat einen Gesetzentwurf gebilligt, der die komplette Digitalisierung der Fahrzeugzulassung vorsieht.

Die tschechische Regierung hat vor der Sommerpause einen Gesetzentwurf zur umfassenden Digitalisierung der Fahrzeugzulassung verabschiedet. Künftig sollen Anmeldungen, Ummeldungen und Abmeldungen von Fahrzeugen vollständig online möglich sein.

Der Entwurf zur Novelle des Gesetzes über die Bedingungen für den Betrieb von Fahrzeugen im Straßenverkehr sieht vor, dass sämtliche Vorgänge rund um die Fahrzeugregistrierung über das vom Verkehrsministerium betriebene Verkehrsportal abgewickelt werden können. Fahrzeughalter müssten damit für viele Angelegenheiten nicht mehr persönlich eine Behörde aufsuchen.

Geplant ist außerdem, neue Kennzeichen direkt an Ausgabestellen oder per Kurierdienst zustellen zu lassen. Gleichzeitig sollen die Vorschriften zur Mitnahme und Übertragbarkeit von Kennzeichen gelockert werden.

Neben der geplanten Digitalisierung der Fahrzeugzulassung befasste sich das Kabinett auch mit einer Novelle des Kommunalgesetzes. Diese soll unter anderem die Regeln für die Vergütung von Kommunalpolitikern präzisieren, wenn diese mehreren kommunalen Vertretungen angehören. Zudem ist ein zentrales Register für Bürgermeister, Landräte, Stellvertreter und leitende Verwaltungsmitarbeiter vorgesehen. Auch die Zusammenarbeit von Gemeinden soll gestärkt werden. Künftig könnten Kommunen beispielsweise gemeinsame Stadt- oder Gemeindepolizeien betreiben.

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Ein weiteres wichtiges Thema war die Ausweisung sogenannter Beschleunigungsgebiete für erneuerbare Energien. Nach einer Überarbeitung reduzierte die Regierung die von der Vorgängerregierung geplanten Flächen deutlich. Statt ursprünglich 2.685 Quadratkilometern und 110 Gebieten umfasst der nun beschlossene Entwurf nur noch 297 Quadratkilometer in 61 ausgewählten Regionen. Nach Angaben der Regierung wurden dabei Einwände von Regionen, Kommunen und Bürgern berücksichtigt.

Die Ausweisung dieser Gebiete bedeutet jedoch keine automatische Genehmigung von Windkraft- oder Photovoltaikanlagen. Sie soll lediglich vereinfachte Genehmigungsverfahren ermöglichen. Das Vorhaben ist Teil des tschechischen Aufbauplans. Ohne die Umsetzung droht dem Land der Verlust von EU-Fördermitteln in Höhe von bis zu 25 Milliarden Kronen.

Außerdem beschloss die Regierung eine Anpassung des Tätigkeitskatalogs im öffentlichen Dienst. Künftig werden sogenannte Peer-Berater offiziell als Berufsgruppe anerkannt. Dabei handelt es sich um Menschen, die aufgrund eigener Erfahrungen mit Krankheit, Behinderung oder schwierigen Lebenssituationen andere Betroffene beraten und unterstützen. Ab August werden diese Tätigkeiten offiziell in die Vergütungsstruktur des öffentlichen Dienstes aufgenommen.

Die nächste Regierungssitzung ist nach der Sommerpause für den 17. August vorgesehen.

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