Neue Regeln für die Handynutzung an tschechischen Schulen sollen ab September 2027 in Kraft treten. Das kündigte Premierminister Andrej Babiš in einem Video auf seinen sozialen Netzwerken an. Der Gesetzentwurf, den Babiš gemeinsam mit Schulminister Robert Plaga unterzeichnet hat, soll am Montag ins parlamentarische Verfahren eingebracht werden. Bereits vergangene Woche hatte Babiš angekündigt, dass der Vorschlag ein Verbot der Handynutzung an Schulen vorsehen soll. Derzeit regeln einzelne Schulen die Nutzung während des Unterrichts eigenständig über ihre Hausordnungen.
Die neuen Regeln sollen laut Babiš für Kindergärten, Vorbereitungsklassen, Grundschulen, untere Jahrgänge mehrjähriger Gymnasien sowie entsprechende Jahrgänge an Konservatorien gelten – „vor allem also für Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der Schulpflicht", erklärte er. Das Verbot soll während des Unterrichts ebenso gelten wie in den Pausen. Der Premierminister rechnet mit einer intensiven Debatte über den Entwurf. Als Inkrafttreten schlagen die Initiatoren den 1. September 2027 vor, „damit die Schulen Zeit haben, sich vorzubereiten, ihre Hausordnungen anzupassen und praktische Abläufe festzulegen", so Babiš. Persönlich hätte er eine frühere Einführung bereits ab diesem September bevorzugt, ließ aber offen, ob das Inkrafttreten zwingend zum Schuljahresbeginn erfolgen müsse.