Der private tschechische Bahnbetreiber Leo Express hat die Ausschreibung für die internationale Linie Ex36 zwischen Prag und München gewonnen. Das teilte das Unternehmen mit. Ab dem 13. Dezember soll die rund 439 Kilometer lange Strecke im Zweistundentakt bedient werden – mit Halten in Pilsen, Domažlice und Regensburg. Täglich sind acht Verbindungen geplant. Leo Express setzte sich in der Ausschreibung mit dem günstigsten Angebot für einen Zeitraum von fünf Jahren durch und übernimmt damit eine der wichtigsten internationalen Bahnverbindungen zwischen Tschechien und Deutschland.
Die Ticketpreise für internationale Fahrten sollen bei 219 Kronen beginnen – ein vergleichsweise günstiger Einstiegspreis für eine grenzüberschreitende Verbindung dieser Länge. Zum Einsatz kommen modernisierte Intercity-Wagen, die im Rahmen einer Partnerschaft mit dem spanischen Bahnbetreiber Renfe bereitgestellt werden. Die Züge sollen Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erreichen und mit Klimaanlage, WLAN, Steckdosen sowie einem audiovisuellen System ausgestattet sein. Vorgesehen sind auch Plätze für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sowie Stellplätze für Fahrräder und Kinderwagen. Das Bordsortiment umfasst Snacks sowie warme und kalte Getränke einschließlich Bier.