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Kreistag fordert Erhalt des Gymnasiums in Riesa

Kreistag fordert Erhalt des Gymnasiums in Riesa
Das Berufliche Schulzentrum in Riesa soll nach bisherigen Planungen des Freistaats perspektivisch ohne Berufliches Gymnasium auskommen. Der Kreistag Meißen fordert den Erhalt der Schulart. Foto: Landkreis Meißen | Daniel Bahrmann
Das Berufliche Gymnasium am BSZ Riesa steht nach einem Arbeitsentwurf des Freistaats vor dem Aus. Der Kreistag Meißen hat deshalb eine Resolution für den Erhalt der Schulart verabschiedet.

Der Kreistag des Landkreises Meißen setzt sich für den Erhalt des Beruflichen Gymnasiums am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Riesa ein. Hintergrund sind Pläne des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus, nach denen die Schulart am Standort perspektivisch geschlossen werden soll. Das teilte das Landratsamt Meißen mit.

Grundlage der Diskussion ist ein im Sommer bekannt gewordener Arbeitsentwurf zur Teilschulnetzplanung für die berufsbildenden Schulen in Sachsen. Landrat Ralf Hänsel hatte sich nach Bekanntwerden der Planungen gegen eine Schließung ausgesprochen und ein gemeinsames Vorgehen mit der Schulleitung, den Lehrkräften sowie den Schülerinnen und Schülern angekündigt.

Der Kreistag verabschiedete am 24. September eine Resolution, in der er den Erhalt des Beruflichen Gymnasiums am BSZ Riesa fordert. Nach Ansicht des Landkreises werden die erforderlichen Mindestschülerzahlen erreicht. Im Bereich Technik seien die Schülerzahlen zudem steigend. Eine Schließung würde das Bildungsangebot für Jugendliche aus der Region deutlich einschränken, da die nächsten Beruflichen Gymnasien in Meißen und Oschatz liegen.

Auch für die regionale Wirtschaft hat das Berufliche Gymnasium nach Auffassung des Landkreises eine wichtige Bedeutung. Die Schülerinnen und Schüler werden dort auf technische und wirtschaftliche Studiengänge sowie auf qualifizierte Berufe vorbereitet. Nach ihrer Ausbildung oder einem dualen Studium könnten sie der Region als Fachkräfte erhalten bleiben.

Der Landkreis warnt deshalb vor möglichen Auswirkungen auf die Fachkräftesicherung und die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts. Mit der Resolution appelliert der Kreistag an die Verantwortlichen im Freistaat, die Schulart in Riesa zu erhalten und damit das Bildungsangebot im ländlichen Raum zu sichern.

Die Resolution wurde in dieser Woche an den sächsischen Ministerpräsidenten, den Staatsminister für Kultus sowie die Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis Meißen übermittelt.