Bundeswehr auf der Messe Florian: Draht zu den Rettern gesucht
Dresden. Der Kommandeur des Landeskommandos Sachsen der Bundeswehr, Oberst Marco Tkotz, hat die Fachmesse Florian in der Messe Dresden besucht. Im Mittelpunkt standen nach Angaben des Landeskommandos Gespräche mit Einsatzkräften und Vertretern verschiedener Organisationen. Es sei um die Zusammenarbeit, gemeinsame Herausforderungen und eine enge zivil-militärische Kooperation gegangen. Auf dem Programm der Fachtagung Katastrophenmedizin und Sonderlagen stand am Freitagmittag zudem ein Vortrag des Landeskommandos mit dem Titel „Gesamtstaatliche Verteidigungsfähigkeit – eine zivil-militärische Aufgabe“. Halten sollte ihn laut Landeskommando der Chef des Stabes, Oberstleutnant Uwe Burger.
Tkotz führt das Landeskommando seit März. Es ist erster militärischer Ansprechpartner für Staatsregierung, Behörden und zivile Organisationen im Freistaat, etwa wenn bei Hochwasser oder Waldbränden die Hilfe der Bundeswehr gefragt ist. Mit dem Operationsplan Deutschland, der regelt, wie die Bundeswehr im Ernstfall Truppenverlegungen durch Deutschland abwickelt, gewinnt die Zusammenarbeit mit zivilen Stellen an Gewicht. Sachsen sei ein Transitland für Verlegungen gen Osten, hatte Tkotz gesagt. 2025 seien etwa 12.000 Militärfahrzeuge durch den Freistaat gerollt.
Die Florian feiert in diesem Jahr ihre 25. Auflage. Nach Angaben des Veranstalters Ortec zeigen über 370 Aussteller aus elf Ländern ihre Technik, vom „Löschgiganten“ bis zur elektrischen Drehleiter der Berliner Feuerwehr. Schwerpunkte sind Gefahrstoffe und die Bekämpfung von Vegetationsbränden. Neu ist ein Waldbrand-Camp, in dem Feuerwehrleute die Großeinsätze des Sommers auswerten. „Wir haben das Waldbrand-Camp vorbereitet, denn der Osten Deutschlands ist Waldbrandland“, sagte Veranstaltersprecherin Ines Kurze. Das Fachprogramm umfasst mehr als 100 Beiträge, im Freigelände messen sich Nachwuchskräfte der Berufsfeuerwehren bei den Fire & Rescue Games.
Eröffnet wurde die Messe bereits am Donnerstag. Im vergangenen Jahr kamen laut Ortec mehr als 30.000 Besucher, so viele wie nie zuvor.
Auch der Landkreis Meißen ist vertreten. Das Verbundprojekt KriKom-LK-MEI zeigt in Halle 3 (Stand A6) sein ausfallsicheres Krisenkommunikationssystem, unter anderem mit einem Krisenkommunikationskoffer und einer multifunktionalen Sirene. Das vom Bund geförderte Netz soll Behörden und Bevölkerung auch bei Stromausfall erreichen.
Am Sonnabend ist die FLORIAN von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 12 Euro. Feuerwehrangehörige und Ehrenamtliche im Katastrophenschutz zahlen in Dienstkleidung 5 Euro. Die nächste FLORIAN findet vom 7. bis 9. Oktober 2027 wieder in Dresden statt.