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Bewohnerparken: Radebeul bittet um frühe Anträge für das neue Jahr

Halteverbotsschild mit Zusatzschildern „auf dem Seitenstreifen“ und „Bewohner mit Parkausweis frei“ an einer Straße mit parkenden Autos
Bewohnerparkausweise kosten in Radebeul seit Februar 120 Euro im Jahr (Symbolfoto). Foto: Graf Foto/Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Wer in Radebeul vor der eigenen Haustür parken will, sollte sich jetzt um den Ausweis für 2027 kümmern. Für manche Anwohner wird es dabei deutlich teurer als gewohnt.

Radebeul. Die Stadtverwaltung Radebeul bittet Anwohner mit Bewohnerparkausweis, ihre Anträge rechtzeitig vor dem Jahreswechsel zu stellen. Darauf hat das Sachgebiet Verkehr jetzt hingewiesen. Zugleich erinnert die Stadt an die neue Bewohnerparkgebührenverordnung.

Die hatte der Stadtrat am 21. Januar 2026 beschlossen, seit 1. Februar 2026 gilt sie. Ein Bewohnerparkausweis kostet seitdem 120 Euro im Jahr. Für ein Ersatzdokument oder die Eintragung einer Änderung verlangt die Stadt 20 Euro. Ausgestellt wird der Ausweis jeweils für ein Kalenderjahr. Wer ihn erst im Laufe des Jahres beantragt, zahlt anteilig, wobei jeder angefangene Monat voll zählt. Die Gebühr wird mit dem Antrag fällig. Endet ein Ausweis vorzeitig, erstattet die Stadt die ungenutzten Monate, allerdings nur, wenn mindestens 30 Euro zusammenkommen.

Bis Januar hatten Anwohner je nach Quartier zwischen 10,20 und 30,70 Euro im Jahr bezahlt. Wer seinen Ausweis für 2026 noch zum alten Tarif bekommen hat, zahlt für 2027 also ein Vielfaches. Die Verwaltung hatte die Erhöhung damit begründet, dass die alten Gebühren den Aufwand für Verkehrszeichen und die jährliche Ausstellung der Ausweise nicht deckten. Bewohnerparkplätze gibt es in Radebeul unter anderem in Altkötzschenbroda, an der Hermann-Ilgen-Straße und im Wohngebiet zwischen Gartenstraße und Seestraße/An der Siedlung. Meißen News hatte im Januar über die Pläne berichtet.

Möglich ist die höhere Gebühr, weil die bundesweite Obergrenze von 30,70 Euro im Jahr 2020 gefallen ist. Seitdem können die Länder die Höhe festlegen, Sachsen hat das mit seiner Parkausweisverordnung an die Kommunen weitergegeben.

Den Antrag kann man auch online stellen. Formular, Verordnung und Ansprechpartner stehen auf der Seite des Sachgebiets Verkehr.