Im Zuge einer gemeinsamen Restitution von NS-Raubgut aus insgesamt 14 deutschen Bibliotheken und Archiven haben die Erben auch 36 Bände der Sammlung des jüdischen Schriftstellers Raoul Fernand Jellinek-Mercedes (1888-1939) aus Sachsen erhalten. Sie konnte wie der Rest des insgesamt 41 Werke umfassenden Konvoluts anschließend nach Mitteilung der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) für die jeweiligen Sammlungen angekauft werden. Drei Bücher identifizierten Provenienzforscher in der SLUB, eines in der Stadtbibliothek Chemnitz, 15 in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig sowie 17 in der Leipziger Stadtbibliothek.
Das Spektrum der restituierten Exemplare reicht den Angaben nach von Biografien über Bücher zur Buchillustration, Musik und Literatur bis zu militärhistorischen Abhandlungen. Dank der Dokumentation der Funde könne die Bibliothek von Schriftstellers Jellinek-Mercedes «zumindest teilweise» rekonstruiert werden. Die drei Dresdner Bücher gelangten zwischen 1967 und 1976 über den Antiquariatshandel und als Teil eines Nachlasses in den Bestand.