Der Sänger der Rockband «Frei.Wild», Philipp Burger, hat die Diskussionskultur in Deutschland kritisiert. «Ich glaube, dass in der heutigen Diskussion - vor allem in Deutschland - Leute innerhalb größerer Familie gibt, die nicht mehr miteinander reden, weil sie unterschiedliche Meinungen haben», sagte der in Südtirol geborene Künstler am Sonntag auf der Leipziger Buchmesse. Miteinander Sprechen bringe jedoch erst «die gesunde Mitte hervor», sagte er. «Frei.Wild» gilt in Deutschland auch wegen ihrer Texte als umstritten.
Angaben von Burger zufolge hatte sich ein namentlich nicht öffentlich bekannter Autor vor der Veranstaltung am Sonntag gegen seinen Auftritt auf der Buchmesse ausgesprochen. Zu seinem Auftritt waren zahlreiche Menschen, darunter viele Fans, gekommen. In seinem Buch «Freiheit mit Narben. Mein Weg von rechts nach überall» erzählt der Sänger auch von seinem Ausstieg aus der rechten Szene.
In Italien werde anders diskutiert, sagte Burger. Dort werde lauter diskutiert, sich danach jedoch auch wieder auf die Schulter geklopft und vertragen. Eine unterschiedliche Meinung mache «noch lange keine Feindschaft», betonte der Künstler. Wichtig sei, die vielen Erfahrungen und Geschichten der Menschen anzuerkennen. «Das ist die Schönheit der Welt, denke ich - die Vielfalt.»