Die Anzahl antisemitischer Straftaten jenseits des links- und rechtsextremen Spektrums in Sachsen nimmt zu. Laut einer Sonderauswertung der Kriminalstatistik des Landeskriminalamts hat sich die Anzahl antisemitischer Straftaten in diesem Bereich in den vergangenen vier Jahren mehr als verfünffacht. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Ronald Pohle hervor.
Konkret geht es um Straftaten, die dem Bereich der politisch motivierten Kriminalität «ausländische Ideologie» zuzuordnen sind. Gemeint sind damit laut Definitionssystem des Bundeskriminalamts Straftaten, die auf eine aus dem Ausland stammende, nichtreligiöse Ideologie zurückgehen. Die Staatsbürgerschaft der Täter ist dabei unerheblich. Hinzu kommen antisemitische Straftaten mit «religiöser Ideologie» und solche, die in den Bereich «Sonstige» fallen und den übrigen Kategorien nicht zuzuordnen sind.