Die Rede ist von Umsturzfantasien, ethnischen Säuberungen und einer Verherrlichung der NS-Zeit: Acht junge Männer aus der rechten Szene stehen seit Freitag in Dresden wegen Terrorismus-Verdachts vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft rechnet sie einer militanten Neonazi-Gruppe namens «Sächsische Separatisten» zu und ist überzeugt, dass sie ein «hochverräterisches Unternehmen» gegen die Bundesrepublik vorbereiteten. Sie seien Mitglieder einer terroristischen Vereinigung gewesen, deren Zweck und Tätigkeiten darauf gerichtet waren, Mord und Totschlag zu begehen.
Rückblick: Im November 2024 hatten Einsatzkräfte an mehreren Orten in Sachsen sowie in der deutsch-polnischen Grenzstadt Zgorzelec die acht Männer bei einer Razzia festgenommen. Durchsuchungen gab es auch in Österreich. Vier von ihnen sind auch wegen Gründung einer terroristischen Vereinigung angeklagt. Zu der Gruppierung sollen auch drei AfD-Mitglieder gehört haben. Der sächsische AfD-Landesverband hatte rasch jegliche Verbindung zu der betroffenen Gruppierung zurückgewiesen.