Im Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder der militanten Neonazi-Gruppe «Sächsische Separatisten» hat einer der Angeklagten die Existenz der Gruppe abgestritten. Sie habe keinen Namen und keine festen Mitglieder gehabt, sagte der mutmaßliche Rädelsführer am zweiten Verhandlungstag am Oberlandesgericht (OLG) in Dresden.
Die gegen ihn in der Anklage erhobenen Vorwürfe bezeichnete er als haltlos. «Ich war stets der Annahme, dass wir uns legal verhalten.» Er sei rechts und national, sagte der Mann. Nichts an seinen Plänen sei jedoch terroristisch. Eine Revolution halte er in Deutschland nicht für möglich. Er wolle mit dem Land nichts mehr zu tun haben und sei deswegen mit seiner Familie nach Polen ausgewandert.