Im viel beachteten Prozess um den Mord an einen angesehenen Herzspezialisten hat die angeklagte Witwe ihr Schweigen gebrochen. Am 11. Verhandlungstag am Landgericht Chemnitz ließ sie über ihren Anwalt eine Erklärung zu ihrer Sicht der Dinge verlesen. Demnach will sie den Abend mit ihm in seiner Chemnitzer Wohnung verbracht haben, sei dann aber in ihre eigene Wohnung in der Nähe von Zwickau gefahren. Am Folgetag habe sie ihren Mann nicht erreicht und sei daraufhin nachmittags zu ihm gefahren. Dort habe er tot im Bett gelegen. «Alles war voller Blut.»
Es habe zwar immer wieder Streit zwischen den Eheleuten gegeben, von Scheidung oder Trennung sei aber nicht die Rede gewesen, beteuerte sie. Nach der schriftlichen Erklärung ihres Rechtsanwaltes beantwortete sie mündlich auch Fragen des Gerichts.