Der mutmaßliche NSU-Terrorist Uwe Böhnhardt hat nichts mit dem Tod der Schülerin Peggy zu tun. Zu diesem Schluss kommen die Ermittler nach Auswertung einer DNA-Spur Böhnhardts, die am Fundort von Peggys Knochen an einem Textilstück entdeckt worden war. Dieses zwölf mal vier Millimeter große Teilchen habe inzwischen zweifelsfrei einem Kopfhörer Böhnhardts zugeordnet werden können, sagte Kriminaloberrat Uwe Ebner am Mittwoch in Bayreuth. Grund für den Zusammenhang ist eine Verunreinigung bei der Spurensicherung. Eine Täterschaft Böhnhardts im Fall des 2001 verschwundenen Mädchens sei auszuschließen, betonte Ebner.
Am 7. Mai 2001 war die neunjährige Peggy in Bayern auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Erst 15 Jahre später tauchten dann Teile ihres Skeletts in einem Waldstück in Thüringen auf: Rund 20 Kilometer entfernt von Peggys Heimatort Lichtenberg in Oberfranken fand ein Pilzsammler im vergangenen Sommer Knochen des Mädchens. Im Oktober dann der Paukenschlag: Die Ermittler gaben bekannt, Böhnhardts DNA an einem am Fundort sichergestellten Beweisstück entdeckt zu haben.