Im Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl aus dem Dresdner Grünen Gewölbe Dresden wird gegen einen weiteren Mann aus dem Berliner Remmo-Clan ermittelt. Dabei handelt es sich um den Vater eines der wegen des spektakulären Einbruchs als Täter Verurteilten. Zu Inhalt und Stand des Verfahrens «können wir uns derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern», teilte ein Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft am Freitag auf Anfrage mit.
In einem zweiten Prozess in dem Fall am Landgericht gab unterdessen ein Kriminalbeamter der Dresdner Soko «Epaulette» weiter Auskunft über die Erkenntnisse zu dem Juwelendiebstahl. Die Spur habe immer wieder nach Berlin geführt, etwa durch das mutmaßliche Fluchtauto, in dem später «allerlei Hinweise» auf die Remmos gefunden worden seien.
Der Einbruch ins Historische Grüne Gewölbe im Dresdner Residenzschloss im November 2019 gilt als einer der spektakulärsten Kunstdiebstähle Deutschlands. Die Täter erbeuteten 21 Schmuckstücke aus Diamanten und Brillanten und verursachten zudem mehr als eine Million Euro Schaden. Ein Teil der Beute fehlt noch immer. Fünf junge Männer aus dem Remmo-Clan waren im Mai 2023 zu Freiheitsstrafen zwischen vier Jahren und vier Monaten sowie sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Sie gingen in Revision, vier der Urteile sind noch nicht rechtskräftig.