Im Prozess um ein grausames Mordkomplott hat am Montag am Landgericht Dresden ein 29-Jähriger gestanden und damit auch die drei Mitangeklagten belastet. Der Landwirtschaftshelfer gab an, den Noch-Ehemann seiner neuen Freundin zusammen mit einem 52-Jährigen in Großenhain (Landkreis Meißen) in das Auto der Frau gezerrt, ihn dann im Wald getreten und geschlagen zu haben, unter anderem mit einem Baseballschläger. Die 32-Jährige habe ihn um Schutz vor dem 38-Jährigen gebeten und dann unter Verweis auf zwei Sterbeversicherungen gesagt: «Der muss weg». Die Tat ereignete sich im Juni des vergangenen Jahres.
Die Staatsanwaltschaft wirft den vier Deutschen vor, den Mann entführt und in Tötungsabsicht grausam gequält zu haben, um die Sterbegeldversicherung von 17.000 Euro zu kassieren. Zudem geht sie von einem Sorgerechtsstreit des getrennten Paares um den Sohn aus. Er soll als Lockvogel benutzt worden sein. Dessen Vater starb am 15. oder 16. Juni in einem einsamen Waldstück. Seine Witwe sowie die 29- und 52-Jährigen sind wegen gemeinschaftlichen Mordes aus Habgier angeklagt, eine 51-Jährige wegen Beihilfe.