Am Oberlandesgericht Dresden (OLG) beginnt am Vormittag (10.00 Uhr) der Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder der militanten Neonazi-Gruppe «Sächsische Separatisten». Die acht Männer sollen sich wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung, Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens und weiterer Anklagepunkte verantworten. Das Gericht hat nach Prozessbeginn zunächst 67 weitere Verhandlungstermine angesetzt.
Teilweise apokalyptische Überzeugungen
«Die Angeklagten sollen einer im Februar 2020 gegründeten Vereinigung angehört haben, die sich selbst "Sächsische Separatisten" nannte und deren Mitglieder rassistische, antisemitische und teilweise apokalyptische Überzeugungen vertraten», gab das Gericht vorab bekannt. Laut Anklage der Bundesanwaltschaft waren sie überzeugt, dass ein unbestimmter «Tag X» mit dem Zusammenbruch Deutschlands bevorsteht. Dabei hätten sie einen möglichst großen Teil Sachsens erobern und dort einen an der Ideologie des Nationalsozialismus ausgerichteten Staat errichten wollen.