Die historischen Juwelen aus Diamanten und Brillanten sind nach Angaben eines Angeklagten nicht auf Anweisung aus dem Dresdner Grünen Gewölbe gestohlen worden. «Es gab keinen Auftraggeber», gab der älteste Angeklagte am Freitag im Prozess wegen des Einbruchs am Landgericht auf die entsprechende Frage der Staatsanwaltschaft an. Grundsätzlich sei die Verkäuflichkeit des Schmucks als gut eingeschätzt worden, es habe Personen im Hintergrund gegeben, die angeboten hätten, sich um dessen Verwertung zu kümmern.
Die Befragung ist Teil der zwischen Gericht, Verteidigung und Staatsanwaltschaft geschlossenen Verständigung. Das Prozedere verzögert jedoch das Verfahren. Die Strafkammer bestimmte daher noch vier Verhandlungstermine im März - und appellierte an die Verteidigung, diese möglich zu machen.
Der Tatplan habe bereits gestanden, als er von einem ebenfalls angeklagten 26-Jährigen angesprochen und gefragt wurde, ob er mitmachen wolle, erklärte der 29-Jährige über seine beiden Verteidiger. Er sei von diesem und zwei nicht angeklagten Mittätern eingeweiht worden. «Es ging schon konkret um die Sachen, die dann gestohlen wurden.» Die Frage, ob der Plan Schuss- oder andere Waffen vorsah, verneinte er. Um das Risiko habe man sich keine weiteren Gedanken gemacht. «Es sollte ein Blitzeinbruch sein. Rein-Raus.»