Noch bei seiner Festnahme zeigte er eine klassische IS-Geste: Die Messerattacke auf einen spanischen Touristen am Holocaust-Mahnmal in Berlin war eine radikal-islamistisch motivierte Tat. Davon ist das Kammergericht der Hauptstadt überzeugt und verurteilte den 20 Jahre Angreifer zu 13 Jahren Haft. Er wurde unter anderem wegen versuchten heimtückischen Mordes und der versuchten Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland schuldig gesprochen.
Gezielt habe der Syrer diesen besonderen Ort aufgesucht, so der Staatsschutzsenat. «Er ging davon aus, dort Israelis beziehungsweise Menschen jüdischen Glaubens anzutreffen», sagte die Vorsitzende Richterin Doris Husch. Die Tat sei minuziös vorbereitet und «in Umsetzung einer menschenverachtenden Ideologie» durchgeführt worden. Der 20-Jährige habe das Opfer willkürlich ausgewählt und hinterrücks im Stelenfeld der Gedenkstätte, die an die Ermordung der Juden in Europa erinnert, angegriffen. Er habe sich dem IS andienen wollen.