Der Digitalverband Bitkom hat den geplanten Ausbau der Dresdner Produktionsstätte des Chipherstellers Infineon und die dafür geplante EU-Förderung begrüßt. «Die neue Chipfabrik ist nicht nur eine gute Nachricht für Dresden, sondern für den Technologiestandort Deutschland und Europa», sagte der Präsident des Branchenverbands, Achim Berg, am Dienstag. 90 Prozent der Industrieunternehmen seien auf Halbleiter angewiesen - für 80 Prozent seien sie sogar unentbehrlich.
«Das Projekt trägt dazu bei, die Abhängigkeit von Halbleiter-Importen zu reduzieren, eigene Fähigkeiten und Kapazitäten aufzubauen und die Innovationskraft Deutschlands zu stärken», sagte Berg. Dies sei umso wichtiger, weil der Bedarf an Halbleitern auch in Schlüsselbereichen wie dem autonomen Fahren, erneuerbaren Energien oder Künstlicher Intelligenz künftig zunehmen werde.
Die EU-Förderung in Höhe von einer Milliarde Euro ist laut Bitkom «ein wichtiger Schritt, der für mehr Chancengleichheit im Wettbewerb mit führenden Chip-Nationen in Asien oder den USA gesorgt hat». Bei sämtlichen Projekten und Initiativen sei es nach Angaben des Verbands essenziell, staatliche Beihilfen schnell freizugeben, bürokratische Hindernisse abzubauen und beim Aufbau des Halbleiter-Ökosystems zu unterstützen.