Die Lizenzkosten dafür stehen ordentlich im Budget. Was dort allerdings selten auftaucht: der Preis für alles dazwischen. Händische Übertragungen, widersprüchliche Artikelinformationen, Sortimentsupdates, die Wochen statt Tage brauchen. Diese Reibungsverluste laufen im Hintergrund mit und bleiben regelmäßig unter dem Radar.
Wo Systembrüche konkret Geld verbrennen
Drei Szenarien tauchen in der Praxis immer wieder auf:
Erstens: Im ERP werden Produktdaten aktualisiert, im Shop kommen sie verspätet oder fehlerhaft an. Kunden stoßen dann auf veraltete Beschreibungen, falsche Maße oder Preise, die je nach Kanal unterschiedlich ausfallen. Wie kritisch das ist, zeigte beispielsweise bereits eine Konsumentenbefragung von ECC Köln und atrify aus dem Jahr 2021: Vollständige und einheitliche Produktinformationen gehören für Onlinekäufer zu den entscheidenden Faktoren bei der Kaufentscheidung.
Zweitens: Lagerbestände laufen zwischen Shop, ERP und Marktplätzen auseinander und Überverkäufe folgen. Das zieht die Bewertungen herunter und verschlechtert die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen großer Plattformen. Wer regelmäßig manuell nachjustieren muss, weil zwei Systeme unterschiedliche Bestände melden, kennt das Problem.