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Weihwasser: Mit dem Traktor zu schnell?

Weihwasser: Mit dem Traktor zu schnell?
Symbolbild pixabay fsHH
In Weißwasser wurde ein Mann auf einen möglichen Verkehrsverstoß aufmerksam, der sich als kurioser Fall von Kennzeichenmissbrauch entpuppen könnte. Nun ermittelt die Polizei wegen Urkundenfälschung.

Kurioser Fall um altes Traktor-Kennzeichen

In Weißwasser ist ein Mann zur Polizei gegangen, nachdem er Post wegen eines Geschwindigkeitsverstoßes erhalten hatte. Der Hintergrund wirkt zunächst ungewöhnlich: Sein Kennzeichen war am Sonntag, 18. Oktober, in Dresden mit 88 Kilometer pro Stunde erfasst worden.

Das Problem daran: Das Nummernschild gehörte nach früheren Angaben zu einem Traktor, der höchstens 20 km/h fahren konnte. Für den Betroffenen war damit schnell klar, dass hier etwas nicht stimmen konnte.

Kennzeichen offenbar an anderem Fahrzeug befestigt

Auf dem Blitzer-Foto war das Kennzeichen nicht an einem landwirtschaftlichen Fahrzeug zu sehen, sondern an einem Citroen befestigt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatten Unbekannte die Kombination vermutlich missbräuchlich genutzt, um das Fahrzeug mit einem falschen Kennzeichen unterwegs zu haben.

Solche Fälle sind für die Polizei besonders heikel, weil dadurch nicht nur Verkehrsverstöße verschleiert werden können, sondern auch die eigentliche Fahrzeugidentität unklar bleibt. Wer mit einem fremden oder unzulässig verwendeten Kennzeichen fährt, riskiert strafrechtliche Konsequenzen.

Polizei ermittelt wegen Urkundenfälschung

Die Polizei nahm in dem Fall eine Anzeige wegen Urkundenfälschung auf und sucht nun nach dem eigentlichen Temposünder. Zudem soll geklärt werden, wie das frühere Traktor-Kennzeichen an das andere Fahrzeug gelangte und wer für die missbräuchliche Nutzung verantwortlich ist.

Für den Mann, der sich bei der Polizei meldete, dürfte damit zumindest vorerst feststehen, dass er nicht der Fahrer des zu schnell gemessenen Wagens gewesen sein kann. Die weiteren Ermittlungen sollen nun zeigen, wer tatsächlich für die Fahrt in Dresden verantwortlich war.