Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat mit Blick auf die Herbstferien vor Reisen in Risikogebiete gewarnt. «Wir merken jetzt, dass die nachlassende Umsicht zu einem höheren Infektionsgeschehen führt», sagte er am Freitag in Dresden. Zuvor hatte sich Kretschmer mit mehreren Ministern, kommunalen Spitzenverbänden und Krankenhaus-Koordinatoren zur aktuellen Corona-Situation im Freistaat verständigt.
Es gebe ausgewiesene Risikogebiete in Deutschland, Europa und der Welt. «Es ist absolut unvernünftig, im Zuge der Herbstferien dorthin zu fahren», betonte Kretschmer. Er machte vor allem Reiserückkehrer sowie einen sorglosen Umgang mit den Corona-Regeln auf Privatfeiern für den Anstieg der Infektionen verantwortlich. Der Regierungschef rief die Menschen auf, verantwortlich zu handeln. «Wir wollen keinen zweiten Lockdown.» Sachsen stehe nun vor einer Bewährungsprobe von Oktober bis Ostern.
Im Freistaat war die Zahl der Neuinfektionen zuletzt deutlich gestiegen. Am Freitagnachmittag wurden im Vergleich zum Vortag 215 nachgewiesene Ansteckungen registriert. Seit der Beginn der Pandemie haben sich im Freistaat damit 8131 mit dem Coronavirus infiziert. Vor allem im Erzgebirgskreis, aber auch in der Landeshauptstadt gingen zuletzt die Fälle sprunghaft nach oben.