Die Techniker Krankenkasse (TK) in Sachsen hat die sogenannten Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) kritisch hinterfragt. Dabei geht es um Apps und Online-Programme, die Patientinnen und Patienten mit bestimmten Diagnosen unterstützen können. Etwa wenn es darum geht, besser mit Tinnitus, einer Essstörung oder Angstzuständen umzugehen. «Es hat sich gezeigt, dass eine hohe Zahl an DiGA zum Einsatz kommen, deren Nutzen für die User in Frage steht oder überhaupt nicht nachgewiesen werden kann», erklärte der sächsische TK-Chef Alexander Krauß am Freitag in Dresden. Ein Großteil der DiGA- Hersteller mache von einer verlängerten Erprobungsphase Gebrauch, wodurch sich der Zeitraum ohne Nutzennachweis verlängere.
«Im ungünstigsten Fall könnte es sein, dass eine DiGA eineinhalb Jahre angewendet wird und es sich dann herausstellt, dass ein Nutzen nicht belegt werden konnte. Es sollte geschaut werden, dass die Apps auf Rezept noch stärker zum Patientenwohl eingesetzt werden», forderte Krauß. Insgesamt seien derzeit 47 Gesundheits-Apps im DiGA-Verzeichnis gelistet. Sechs seien gestrichen worden, beispielsweise weil der Nutzennachweis nicht erbracht werden konnte.