Frauen in Sachsen haben 2023 so selten per Kaiserschnitt entbunden wie sonst nirgends in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag die Kaiserschnittrate im Freistaat bei 25,6 Prozent - dem bundesweit niedrigsten Wert. Damit liegt Sachsen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 32,6 Prozent.
Große regionale Unterschiede
Im Saarland war der Anteil mit 36,4 Prozent am höchsten, gefolgt von Hamburg (36,2 Prozent) und Hessen (35,1 Prozent). Insgesamt wurden in Deutschland im vergangenen Jahr rund 680.000 Kinder geboren, etwa 46.000 weniger als 2022. Etwa 218.000 Frauen entbanden per Kaiserschnitt – das ist der höchste bisher gemessene Wert in Deutschland. Im Jahr 1993 lag die Quote noch bei 16,9 Prozent.
60,6 Prozent der Geburten erfolgten auf natürlichem Weg. Weitere Methoden wie die Saugglocke (6,5 Prozent) oder die Geburtszange (0,2 Prozent) kamen vergleichsweise selten zum Einsatz.