Die Einführung eines proteinbasierten Impfstoffs gegen das Coronavirus könnte nach Meinung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen die Impfquote deutlich steigern. «Ich denke, dass zwei Drittel derjenigen, die bislang bewusst ungeimpft sind, sich damit behandeln lassen würden», sagte KV-Chef Klaus Heckemann. Als Beispiel nannte Heckemann den Impfstoff des US-Herstellers Novavax, für den die EU-Arzneimittelbehörde EMA am Montag grünes Licht gegeben hatte.
Das Novavax-Präparat ist weder ein mRNA-Impfstoff wie die Präparate von Biontech und Moderna noch ein Vektor-Impfstoff wie die von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Es enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen. Sie sollen dafür sorgen, dass der Köper selbst die Produktion von Antikörpern und T-Zellen gegen das Virus ankurbelt.
Ein Teil der Ungeimpften sei misstrauisch gegen die mRNA-Impfstoffe, sagte Heckemann. Das liege auch daran, dass in den sozialen Medien Meinungen von angeblichen Experten geteilt würden.