Die Corona-Notfallverordnung in Sachsen zeigt nach Meinung von Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) Wirkung. «Auch wenn wir das Plateau mittlerweile erreicht haben und die Zahlen ganz leicht rückläufig sind, gibt es keine Entwarnung», sagte Köpping am Freitag bei einer Pressekonferenz. Nach wie vor seien die Kliniken am Limit, es würden Patienten innerhalb der Krankenhaus-Cluster verlegt und geplante Operationen abgesagt. «Wir wissen nicht, wie sich die Omikron-Variante in Sachsen auswirken wird.» Nach aktuellen Prognosen sei davon auszugehen, dass Omikron Ende Januar oder im Februar die vorherrschende Variante in Sachsen sei. Derzeit gibt es laut Köppings Angaben in Sachsen zwei bestätigte Fälle in Leipzig und Dresden sowie weitere Verdachtsfälle im Vogtland und im Erzgebirge.
Am Freitag gab das Robert Koch-Institut die Inzidenz mit 783,2 und damit deutlich niedriger als am Vortag (826,3). Sachsen ist damit zwar nicht mehr Negativ-Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich, bleibt hinter Thüringen (870,7) jedoch weiter das Bundesland mit dem stärksten erfassten Infektionsgeschehen. Nach Verzögerungen in einigen Landkreisen sind die Meldungen in Sachsen laut Köpping in den meisten Regionen wieder tagesaktuell.