Die Corona-Krise macht auch vor Geburten nicht Halt. Um die betreuten Frauen, sich selbst sowie die Familien der Hebammen nicht zu gefährden, würden derzeit viele Hausbesuche in Sachsen durch Video-Schalten ersetzt, sagte die Vorsitzende des Sächsischen Hebammenverbandes, Stephanie Hahn-Schaffarczyk, der Deutschen Presse-Agentur.
Auch Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse fänden digital in Videokonferenzen statt, um Kontakte zu vermeiden. Mütter und Schwangere hätten meist großes Verständnis für das veränderte Format, berichtete Hahn-Schaffarczyk, die selbst Hebamme am Klinikum Hoyerswerda ist. Zugleich betonte sie, dass gerade Besuche von Frauen im Wochenbett unerlässlich seien. Untersuchungen mit engem Kontakt würden allerdings nur noch mit Nase-Mundschutz durchgeführt.
«Man musste noch nie mit solch einer Situation umgehen», sagte Hahn-Schaffarczyk. Umso rührender sei die Solidarität, die sie und ihre Kolleginnen erfahren. Mehrere Klientinnen und Nähzirkel boten bereits an, Mundschutz für die Hebammen zu nähen. Doch auch die «richtige Schutzkleidung« fehle, so Hahn-Schaffarczyk.