Kretschmer sichert GSK-Beschäftigten Unterstützung zu
Mit einer Demonstration haben Beschäftigte des Impfstoffherstellers GSK in Dresden für den Erhalt ihres Werks protestiert. «Das Serumwerk Dresden wird gebraucht. Auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten», sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei einer Kundgebung auf dem Neumarkt. GSK will das Dresdner Werk bis Ende 2028 schließen. Davon sind nach Angaben der Industriegewerkschaft IGBCE 641 Beschäftigte betroffen. Die Demonstranten zogen am Nachmittag vom Werk in der Zirkusstraße zum Neumarkt. Dort forderten Betriebsrat und Gewerkschaft eine Perspektive für den traditionsreichen Standort. Kretschmer sicherte der Belegschaft Unterstützung durch die Staatsregierung zu. Man wolle gemeinsam mit Betriebsrat, Gewerkschaft und weiteren Partnern nach Lösungen suchen und auch auf den Konzern zugehen. GSK müsse sich dabei kooperativ zeigen und den Weg frei machen, wenn es eine tragfähige Perspektive für den Standort gebe. Der Ministerpräsident verwies auf die Bedeutung des Werks für die Arzneimittelversorgung. Deutschland und Europa müssten wieder stärker Medikamente und Impfstoffe selbst herstellen, sagte Kretschmer. Es sei problematisch, wenn Produktion vor allem ins Ausland verlagert werde, während bei immer mehr Arzneimitteln Lieferengpässe bestünden. Betriebsrat und IGBCE halten das Serumwerk für wirtschaftlich zukunftsfähig. Sie fordern von GSK ausreichend Zeit für eine Investorensuche sowie die Zusage, den Standort mit Beschäftigten, Anlagen und Know-how funktionsfähig zu erhalten. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten641 Beschäftigte von Schließung betroffen
Kretschmer verweist auf Versorgungssicherheit