Gen-Z-Protest in Sachsen mit fast 10.000 Menschen
Bei den Demonstrationen von «Gen Z regelt» sind in Sachsen mehr Menschen auf die Straße gegangen als erwartet. In Leipzig ging die Polizei von 6.500 Teilnehmern aus, in Dresden waren nach Schätzungen von dpa-Reportern etwa 3.000 Menschen auf der Straße, die Polizei sprach von rund 2.500. In Chemnitz zog der Protest einige Hundert Demonstranten an. Dabei gingen nicht nur junge Menschen auf die Straße. In Dresden waren auch viele Ältere dem Aufruf zum Protest gefolgt. Die «Gen Z»-Initiative hatte für Samstag zu friedlichem Protest in mehr als 30 deutschen Städten aufgerufen. Sie fordert mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten, für soziale Gerechtigkeit und mehr Klimaschutz. Eine Wehrpflicht lehnt sie ab, ebenso einen Ausbau staatlicher Überwachung «Deutschlandweit geht eine Generation auf die Straße. Menschen, die frustriert sind, die ihre Zukunft in Gefahr sehen, die nicht weiter stillschweigend zuschauen wollen. Menschen, die von der Politik großflächig übergangen werden, deren Anliegen und Bedürfnisse nicht gehört werden und deren Proteste kriminalisiert werden. Menschen, die sich entschlossen haben, laut zu werden gegen die Ungerechtigkeit, gegen Sozialkürzungen und gegen die wachsende Militarisierung», hieß es in einem Brief, der zum Auftakt auf der Demonstration in Dresden verlesen wurde. Immer wieder wurden in Dresden Parolen wie «Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft!» gerufen. Auf Plakaten forderten Teilnehmer «Bildung statt Bomben». Ein Plakat trug die Aufschrift «Ihr habt's verkackt - Gen Z regelt das». Eine Gruppe von Frauen trug ein selbstgemaltes Schild mit der Aufschrift «Jung + Alt - gemeinsam gegen Bildungs- und Sozialabbau + Militarisierung». Ein Vertreter der Schulstreikbewegung gegen eine Wehrpflicht forderte zum nächsten Streik am 20. November auf. Laut Polizei blieb es auf der Demo bis zum Abend friedlich. In Leipzig startete der Demozug am Augustusplatz und endete dort am späten Nachmittag auch wieder. Vereinzelt wurde Pyrotechnik gezündet. Einige Personen hätten sich vermummt, teilte die Polizei mit. Das Geschehen sei aber insgesamt friedlich geblieben. Die Polizei wollte auch am Abend noch im Einsatz sein. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenProtest in mehr als 30 deutschen Städten
Politik wird Ignoranz der Probleme vorgeworfen
«Bildung statt Bomben»