Die Länder Brandenburg und Sachsen sehen große Fortschritte im Erhalt und der Entwicklung sorbischer Bräuche und Traditionen. Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) und Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) würdigten am Sonntag die Bedeutung der Stiftung für das sorbische Volk, deren Staatsvertrag am Montag vor 25 Jahren unterzeichnet wurde.
Schüle sieht die Stiftung als länderübergreifendes Bindeglied. «Die Stiftung ist sowohl in der Nieder- als auch der Oberlausitz präsent und eine Garantin dafür, dass das sorbische Volk in der gesamten Lausitz seine Kultur und Sprache erhalten und entwickeln kann», sagte sie. Sorbische Traditionen setzten auch Schwerpunkte beim Strukturwandel.
Klepsch sagte, mit der Stiftung könnten auch wichtige Zukunftsaufgaben wie die Digitalisierung der sorbischen Sprache, der Spracherhalt und der Lausitzer Strukturwandel gestaltet werden. Sie wies darauf hin, dass es anfangs Unsicherheiten wegen der Förderhöhe gegeben habe und es zu finanziellen Einschnitten bei sorbischen Institutionen gekommen sei.