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25 Jahre Stiftung sorbisches Volk

25 Jahre Stiftung sorbisches Volk
Eine Mutter in sorbisch-wendischer Festtagstracht geht mit ihren Kindern in Heinersbrück spazieren. / Foto: Patrick Pleul/dpa
Von: Sachsen News

Die Länder Brandenburg und Sachsen sehen große Fortschritte im Erhalt und der Entwicklung sorbischer Bräuche und Traditionen. Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) und Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) würdigten am Sonntag die Bedeutung der Stiftung für das sorbische Volk, deren Staatsvertrag am Montag vor 25 Jahren unterzeichnet wurde.

Schüle sieht die Stiftung als länderübergreifendes Bindeglied. «Die Stiftung ist sowohl in der Nieder- als auch der Oberlausitz präsent und eine Garantin dafür, dass das sorbische Volk in der gesamten Lausitz seine Kultur und Sprache erhalten und entwickeln kann», sagte sie. Sorbische Traditionen setzten auch Schwerpunkte beim Strukturwandel.

Klepsch sagte, mit der Stiftung könnten auch wichtige Zukunftsaufgaben wie die Digitalisierung der sorbischen Sprache, der Spracherhalt und der Lausitzer Strukturwandel gestaltet werden. Sie wies darauf hin, dass es anfangs Unsicherheiten wegen der Förderhöhe gegeben habe und es zu finanziellen Einschnitten bei sorbischen Institutionen gekommen sei.

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Am 28. August 1998 unterzeichneten Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) im sächsischen Schleife den Staatsvertrag über die Stiftung, der 1999 in Kraft trat. Die Stiftung für das sorbische Volk wurde im Jahr 1991 gegründet. Sie wird vom Bund, dem Land Brandenburg und dem Freistaat Sachsen unterstützt. Die Förderung liegt derzeit nach Angaben beider Ministerien bei 23,9 Millionen Euro pro Jahr. Der Großteil der Mittel fließt in die Förderung sorbischer Institutionen wie das Sorbische National-Ensemble oder das Sorbische Institut.

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