Das Wohnhaus von Schlagersängerin Melanie Müller (37) ist im ersten Anlauf nicht zwangsversteigert worden. Für das ehemalige Bahnhofsgebäude im Leipziger Stadtteil Wahren mit einer Gesamtmietfläche von knapp 600 Quadratmetern wurde kein Gebot abgegeben. Daher werde das Verfahren einstweilen eingestellt, lautete die Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig. Das Verfahren könne nach Antrag der Gläubiger innerhalb einer Frist von sechs Monaten fortgesetzt werden.
Laut einem Gutachten hatte das Gebäude samt 1.572 Quadratmeter großem Grundstück einen Wert von rund 800.000 Euro. Müller hatte wenige Tage vor dem Termin zur Zwangsversteigerung einen Antrag auf freihändigen Verkauf gestellt, weil sie sich einen höheren Erlös erhofft. Diesem müssten aber die Gläubiger zustimmen, betonte das Gericht. Müller selbst war bei dem Termin nicht anwesend.