Dresden. Wenige Wochen vor der Entscheidung über den Neubau der Carolabrücke meldet sich der ADFC Dresden erneut mit einer klaren Einschätzung zu Wort. Der Radfahrerverband hat die vier eingereichten Entwürfe anhand eines eigenen Kriterienkatalogs bewertet - und kommt zu einem differenzierten Ergebnis: Drei der vier Konzepte liegen aus Vereinssicht auf vergleichbarem fachlichem Niveau, eines fällt deutlich ab. Ein klarer Favorit lässt sich daraus nicht ableiten, ein Sorgenkind dagegen schon.
Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Die Online-Bürgerbeteiligung carolaVOTE ist abgeschlossen; nach dem Start am 13. Juni haben bis zum 19. Juli mehr als 14.000 Menschen vollständig abgestimmt. Am 18. August gehen die Ergebnisse an das Begleitgremium, ehe der Stadtrat am 3. September entscheidet, welches Planungsteam bauen darf. Der ADFC nutzt das Zeitfenster, um die Radverkehrs-Perspektive in die Schlussphase einzuspeisen. Bereits Mitte Juni hatte sich der Verein zu den Entwürfen geäußert.