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Dresdens Superblitzer „157" zieht weiter - an der Dresdner Straße blitzt er jetzt nach der Uhr

Ein grauer Blitzeranhänger mit dem Kennzeichen HWI VE 159 steht auf dem Gehweg der Dresdner Straße in Dresden. Rechts befindet sich ein gelbes Gebäude mit einem kleinen Turm, links verläuft die Fahrbahn an einem blauen Parkplatzschild vorbei.
Neuer Standort mit Nacht-Falle: Der graue Superblitzer steht ab sofort auf der Dresdner Straße Richtung Meißen. Wer ab 22 Uhr nicht vom Gas geht, tappt wegen des Nacht-Limits von Tempo 30 schnell in die teure Radarfalle. Foto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Dresdens grauer Messanhänger „157" verlässt nach drei Wochen die Quohrener Straße und steht jetzt an der Dresdner Straße Richtung Meißen. Der neue Posten hat eine Tücke, die auf die Uhr schaut: Ab 22 Uhr fällt das Limit um 20 km/h.

Dresden. Manch ein Anhänger zieht schon nach wenigen Tagen weiter, dieser ließ sich Zeit: Rund drei Wochen lang blitzte „157" brav in der 30er-Zone auf der Quohrener Straße Richtung Ullersdorfer Platz. Seit Donnerstagmittag ist damit Schluss. Der graue Kasten hat sich einen neuen Posten gesucht - ausgerechnet in der Ecke Dresdens, wo bis vor wenigen Tagen noch der olivgrüne „213" lauerte, ehe dieser in die Südvorstadt weiterwanderte.

Sein neuer Standplatz: die Dresdner Straße, kurz hinter der Schulstraße in Richtung Meißen. Wer flott aus der Stadt Richtung Elbtal rollt, sollte hier ab sofort genauer aufs Tempo achten - vor allem am Abend.

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Die eigentliche Tücke: ein Limit, das auf die Uhr schaut

Das Besondere steckt diesmal nicht im Standort, sondern im Schild. Tagsüber gelten hier die innerorts üblichen 50 km/h. Doch zwischen 22 und 6 Uhr sinkt das Tempolimit auf 30. Für Autofahrer heißt das: Wer um 21:59 Uhr mit Tempo 50 durchrollt, fährt völlig regelkonform. Zwei Minuten später sind dieselben 50 km/h schon 20 über dem Limit - und der Blitz zuckt.

Konkret wird es nachts also schnell teuer: Wer im Dunkeln mit Tempo 50 vorbeifährt und die 30 übersieht, liegt 20 km/h zu hoch - macht 70 Euro. Schon bei Tempo 55 sind es 115 Euro und ein Punkt in Flensburg.

So arbeitet der graue Kasten

Wie seine beiden Kollegen misst „157" völlig autark: akkubetrieben, ohne Personal, per Laser und schon auf große Distanz. Wer erst kurz vor dem Anhänger vom Gas geht, wurde meist längst erfasst. Wann das Ordnungsamt seine drei Geräte weiterzieht, folgt bewusst keinem festen Takt - wer die Standorte auswendig zu kennen glaubt, liegt spätestens beim nächsten Umzug daneben.

Bußgeld: Das kostet zu schnelles Fahren

Fürs Portemonnaie zählt allein, wie weit über dem jeweils geltenden Limit gemessen wird - ob 30 oder 50, spielt dabei keine Rolle. Die Sätze für Pkw:

  • 11–15 km/h zu viel: 50 Euro
  • 16–20 km/h: 70 Euro
  • 21–25 km/h: 115 Euro und ein Punkt in Flensburg
  • 26–30 km/h: 180 Euro und ein Punkt
  • ab 31 km/h: 260 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot

Wo die anderen beiden stehen

Komplettiert wird Dresdens Superblitzer-Trio derzeit im Osten und Süden der Stadt. Der graue „167" nimmt seit Kurzem die Striesener Straße rund hundert Meter vor der Stephanienstraße ins Visier, Richtung Fetscherplatz bei Tempo 50. Der olivgrüne „213" steht auf einer Grünfläche an der Chemnitzer Straße in der Südvorstadt - dort mit besonderer Tücke, weil stadteinwärts nur 40 statt der gewohnten 50 km/h erlaubt sind.

Augen auf die Schilder - und abends den Blick besonders aufs Tempo: sicher durch Dresden.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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