Dresden. Diesmal ließ er sich Zeit. Fast drei Wochen lang stand „HWI-VE 167" auf der Grundstraße in Bühlau, hinter der Haltestelle Elisabethstraße in Richtung Körnerplatz - für einen Anhänger, der sonst gern nach wenigen Tagen weiterzieht, eine halbe Ewigkeit. Seit Mittwochvormittag ist die lange Standzeit vorbei: Der graue Messanhänger steht jetzt an der Striesener Straße. Geblitzt wird rund hundert Meter vor der Stephanienstraße, in Richtung Fetscherplatz.
Für den Anhänger mit dem Ruf des Versteckkünstlers ist das ein doppelter Bruch. Zum einen der Ortswechsel: „167" hatte sich zuletzt im Nordosten der Stadt festgesetzt, oben in Bühlau Richtung Körnerplatz. Jetzt zieht er quer durch die Stadt und nimmt den Verkehr im inneren Osten ins Visier, zwischen Johannstadt und Fetscherplatz.
Zum anderen die Tempozone. In seinem langen Bühlauer Sommer galt Tempo 30, die gewohnte Komfortzone des Anhängers. An der Striesener Straße sind laut Meldung 50 km/h erlaubt. Für „167", der die 30er-Zone sonst kaum verlässt, ist das die spürbar schnellere Umgebung.