Nach Dynamo-Party in Dresden: Stadt stellt Superblitzer am Stadion auf
Dresden. Es war ein großer Abend für Dynamo. Am Mittwoch warf der Zweitligist Bundesligist Schalke 04 mit 2:0 aus dem DFB-Pokal und steht erstmals seit zwölf Jahren wieder im Achtelfinale. 30.501 Zuschauer feierten im Rudolf-Harbig-Stadion, die Kasse des Vereins dürfte sich über den vollen Rang gefreut haben. Nur ein paar Schritte weiter steigen jetzt andere Einnahmen: an der Blüherstraße, direkt hinter dem Stadion.
Dort hat die Stadt ihren getarnten Superblitzer in Stellung gebracht, den Messanhänger mit dem Kennzeichen HWI-VE 213. Er steht auf Höhe des Stadions und nimmt den Verkehr ins Visier, der von der Parkstraße kommt und Richtung Hygienemuseum unterwegs ist. Auf diesem Abschnitt gilt Tempo 30, trotzdem wird hier gern schneller gefahren. Genau darauf zielt der Anhänger: Wer zu schnell ist, wird geblitzt.
Der „grüne Riese” und seine Reise durch Dresden
Der olivgrüne Anhänger ist in Dresden längst ein alter Bekannter. Weil ihn seine Tarnlackierung zwischen Laub und Sträuchern kaum auffallen lässt, hat er den Spitznamen „grüner Riese” weg. Seit Mai gehört er zur Blitzer-Flotte der Stadt, die inzwischen aus drei solcher Anhänger besteht. Das Ordnungsamt versetzt die Geräte laufend, mal stehen sie an Ausfallstraßen, mal in Tempo-30-Zonen. Zuletzt stand die 213 an der Hansastraße stadteinwärts, davor an der Strehlener Straße. Nun also die Blüherstraße.
Ganz ungeschoren blieb der Anhänger auf seiner Tour nicht. Anfang Juni war er an der Meißner Landstraße Ziel eines Brandanschlags, überstand den Angriff aber fast unbeschadet und misst seither munter weiter.
Besser rechtzeitig vom Gas
Weil die Messanhänger im Stadtgebiet wandern, tauchen sie immer wieder an neuen Stellen auf, oft genau dort, wo viele zu schnell fahren. An der Blüherstraße hilft gegen Post vom Ordnungsamt nur eines, rechtzeitig vom Gas zu gehen. Immerhin: Bis zum nächsten Dynamo-Heimspiel am 6. November gegen Fürth dürfte die 213 schon das nächste Versteck bezogen haben.