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Jugendstil & Riesengarten: Wo Dresden jetzt historische Villen anbietet

Vierteilige Foto-Collage vier städtischer Immobilien in Klotzsche und Langebrück: Oben zwei denkmalgeschützte Villen mit Garten, unten eine Jugendstil-Villa mit Fachwerkelementen sowie ein zweigeschossiges Einfamilienhaus hinter einer Zaunanlage.
Dresden verkauft vier Grundstücke in Klotzsche und Langebrück gegen Höchstgebot: Darunter drei denkmalgeschützte Villen (ehemalige Kitas) sowie ein Einfamilienhaus von 1930. Kaufangebote nimmt die Stadtverwaltung bis zum 21. Januar 2027 entgegen. Fotos: LHDD
Bis zu 5.500 Quadratmeter Grundstücksfläche: Die Stadt versteigert geschichtsträchtige Ex-Kitas. Alle Details zu Standorten, Flächen und Mindestpreisen.

Dresden. Wer eine alte Villa sucht, kann bei der Stadt fündig werden. Die Landeshauptstadt verkauft vier bebaute Grundstücke in Klotzsche und Langebrück, drei davon denkmalgeschützte Villen, die zuletzt als Kitas dienten. Verkauft wird gegen Höchstgebot, Gebote sind bis Donnerstag, 21. Januar 2027, möglich.

Zwei Villen in Klotzsche

Die Darwinstraße 14 ist eine Villa im Reformstil von um 1910, mit Eckpavillon und Garten. Hier betrieb der Träger KiK e.V. seit den 1950er-Jahren einen Fröbel-Kindergarten, Ende 2025 zog die Einrichtung in einen Neubau am Dörnichtweg 34. Das Haus bietet rund 225 Quadratmeter Wohnfläche, dazu gut 200 Quadratmeter Nutzfläche, das Grundstück misst etwa 1.880 Quadratmeter. Mindestgebot: eine Million Euro.

Gelb verputzte Villa im Reformstil mit grünem Holzzaun, Eckpavillon und großem Laubbaum im Vordergrund. Das denkmalgeschützte Anwesen in der Darwinstraße steht in einem begrünten Wohngebiet unter blauem Himmel.
Ehemalige Fröbel-Kita im Reformstil: Die denkmalgeschützte Villa in der Darwinstraße 14 in Klotzsche bietet rund 225 qm Wohnfläche auf einem 1.880 qm großen Grundstück. Die Stadt verlangt ein Mindestgebot von einer Million Euro. Foto: LHDD

Teurer ist der Dörnichtweg 32, ebenfalls denkmalgeschützt und zuletzt eine Kita. Der neuklassizistische Bau aus dem frühen 20. Jahrhundert steht auf einem rund 5.500 Quadratmeter großen, parkartigen Villengarten, dazu kommt ein Gartenhaus. Die Wohnfläche beträgt etwa 429 Quadratmeter. Mindestgebot: 1,04 Millionen Euro.

Neuklassizistische Villa mit grauer Putzfassade, grünen Klappläden, Dachbalkon und Walmdach. Das Gebäude ist von dichtem Grün und Bäumen umgeben, ein gepflasterter Weg führt entlang des Hangs zum Souterrain.
Neuklassizistisches Schmuckstück mit Parkgarten: Die Villa am Dörnichtweg 32 in Klotzsche (zuletzt als Kita genutzt) steht für mindestens 1,04 Millionen Euro zum Verkauf. Das Grundstück misst rund 5.500 Quadratmeter. Foto: LHDD

Jugendstil in Langebrück

In Langebrück steht die Jakob-Weinheimer-Straße 16 zum Verkauf, bis zuletzt ebenfalls eine Kita, ein freistehendes, unterkellertes Wohnhaus von etwa 1895. Die Putzfassade trägt Jugendstilelemente, dazu Zierfachwerk und verglaste Holzloggien. Das Grundstück ist rund 1.490 Quadratmeter groß, die Wohnfläche beträgt etwa 387 Quadratmeter. Mindestgebot: 570.000 Euro.

Freistehendes, zweigeschossiges Wohnhaus mit Jugendstilelementen und prägnantem Zierfachwerk am Giebel. Im Vordergrund verläuft eine gelbe Klinkermauer mit blauem Metalltor vor einer dichten Hecke.
Jugendstil-Charme in Langebrück: Das denkmalgeschützte Wohnhaus von 1895 in der Jakob-Weinheimer-Straße 16 verfügt über Zierfachwerk und verglaste Holzloggien. Das Mindestgebot für die ehemalige Kita liegt bei 570.000 Euro. Foto: LHDD

Ein Haus von 1930

Günstiger und ohne Denkmalschutz ist die Waldteichstraße 8 in Klotzsche zu haben. Das leerstehende, unsanierte Einfamilienhaus von 1930 hat nur rund 80 Quadratmeter Wohnfläche, das Grundstück misst etwa 855 Quadratmeter. Wer will, kann abreißen und neu bauen, passend zur Nachbarschaft. Die Vermessungskosten trägt der Käufer. Mindestgebot: 200.000 Euro.

Unsaniertes, zweigeschossiges Einfamilienhaus mit schlichtem Grauputz und Walmdach aus dem Jahr 1930. Das Gebäude steht auf einem eingewachsenen Grundstück hinter einem Beton- und Holz-Gartenzaun unter leichtem Sonnenlicht.
Günstigste Option ohne Denkmalschutz: Das unsanierte Einfamilienhaus von 1930 in der Waldteichstraße 8 in Klotzsche bietet Potenzial für Sanierung oder Neubau. Die Stadt ruft hierfür ein Mindestgebot von 200.000 Euro auf. Foto: LHDD

So läuft der Verkauf

Verkauft wird jeweils gegen Höchstgebot, die Mindestgebote beruhen auf einer Marktwertermittlung. Gebote nimmt die Stadt bis zum 21. Januar 2027 entgegen. Die vollständigen Exposés und Hinweise zu Besichtigungen stehen unter dresden.de/immobilien. Weitere Immobilien will die Stadt im kommenden Jahr ausschreiben.

Eine weitere denkmalgeschützte Villa vergibt die Stadt derzeit auf anderem Weg: Für die rund 125 Jahre alte Villa an der Bautzner Straße 173 sucht sie noch bis zum 30. Oktober keine Käufer, sondern Mieter mit einem Nutzungskonzept.