Dresden. Er gilt als der Versteckkünstler unter Dresdens Messanhängern - und seinem Ruf macht „HWI-VE 167" alle Ehre. Seit Donnerstagnachmittag, gemeldet um 14:46 Uhr, steht der graue Superblitzer in der Wilhelm-Franke-Straße in Leubnitz-Neuostra direkt hinter einer Bushaltestelle der Linie 68 postiert, halb verdeckt von Fahrgastunterstand, Fahrkartenautomat und der Hecke dahinter. Wer aus dem Auto nach vorn blickt, übersieht ihn im Vorbeifahren in Richtung Innenstadt trotz Tempo 30 leicht - und genau darauf kommt es bei diesem Anhänger an.
Es ist ein vertrautes Muster. Schon an der Tännichtstraße in Rochwitz verschwand der Anhänger seinerzeit regelrecht im Gebüsch, kaum auszumachen für vorbeifahrende Autos. Danach bezog er an der Fetscherstraße auf Höhe des Uniklinikums Stellung - ebenfalls bei Tempo 30, ein Standort, den er im Dezember schon einmal beehrt hatte, damals auf der anderen Straßenseite. Wo immer „167" auftaucht, sucht er die unauffällige Position. Und jetzt nimmt er die Anwohner und Pendler im Dresdner Süden ins Visier.
