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44,6 Millionen Euro in 25 Jahren: Was sie in vier Vierteln bewegt haben

Die neugestaltete Lili-Elbe-Straße in Dresden-Johannstadt mit Grünanlagen, blühenden Blumenbeeten und Aufenthaltsbereichen im Jahr 2023.
Wandel vor der Haustür: Ein Beispiel für gelungene Stadtentwicklung ist die Lili-Elbe-Straße in Johannstadt. Durch das Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ wurde hier ein lebenswerter Ort mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen. Foto: Amt für Stadtplanung und Mobilität
Von: Cornelius de Haas
Ein Vierteljahrhundert lang floss Geld aus dem Programm „Soziale Stadt“ in Gorbitz, Prohlis, die Johannstadt und ans Koitschgraben. Eine Wanderausstellung kehrt nun in genau diese Quartiere zurück – und macht sichtbar, was sich vor der eigenen Haustür verändert hat.

Dresden. Stadterneuerung heißt nicht nur, alte Fassaden herzurichten – sie verändert das Leben direkt vor der Haustür. Seit 25 Jahren stützt das Förderprogramm „Soziale Stadt“, heute „Sozialer Zusammenhalt“, diesen Wandel in vier großen Wohngebieten der Landeshauptstadt. Rund 44,6 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln von Bund und Land flossen in dieser Zeit nach Gorbitz, in die Johannstadt, nach Prohlis und ins Wohngebiet Am Koitschgraben – und das tatsächlich investierte Volumen liegt noch deutlich höher, weil die Stadt Eigenmittel und weitere Programme ergänzte. Zum Jubiläum schickt die Stadt nun unter dem Motto „25 Jahre Soziale Stadtentwicklung“ eine Wanderausstellung auf Tour – und zwar dorthin, wo das Geld gewirkt hat.

„Stadterneuerung ist weit mehr als das Sanieren von Gebäuden“, sagt Stephan Kühn, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften. Es gehe darum, die Lebensqualität vor Ort zu verbessern – durch Spielplätze, Grünanlagen, Begegnungsorte und moderne Bildungs- und Kultureinrichtungen. Zahlreiche Initiativen hätten daran mitgewirkt, und die Ausstellung zeige das eindrucksvoll.

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Den Anfang macht Prohlis: Dort ist die Schau seit dem 9. Mai im ehemaligen Schuhladen im Prohliszentrum zu sehen, noch bis zum 6. Juni täglich von 14 bis 18 Uhr. Ab dem 15. Juni zieht sie für einen Monat ins Bürgerhaus Prohlis an der Gamigstraße um. Im Wohngebiet Am Koitschgraben gastiert sie vom 1. Juni bis 6. Juli in der Volkshochschule im O.D.C. an der Reicker Straße, täglich von 9 bis 16 Uhr. Ein besonderer Termin fällt auf den 12. Juni: In der Johannstadt eröffnet die Ausstellung zugleich das neue Stadtteilhaus an der Pfeifferhannsstraße und bleibt dort vier Wochen lang. Den letzten Stadtteilhalt legt die Tour in Gorbitz ein – vom 18. September bis 26. Oktober im Club Passage am Leutewitzer Ring.

Soziale Stadt: 44,6 Millionen Euro und ein Blick nach vorn

Höhepunkt und Abschluss ist eine Gesamtschau aller 29 Ausstellungsplakate: Vom 20. August bis 16. September versammelt sie die Agora des Stadtforums an der Waisenhausstraße rund um das Stadtmodell, zentrale Eröffnung ist am 24. August um 13.30 Uhr. Der Eintritt ist überall frei. Jede Station zeigt, was sich im jeweiligen Viertel verbessert hat – und wohin die Reise geht.

Denn abgeschlossen ist die Stadterneuerung nicht. In Prohlis gibt bereits der „Masterplan 2030+“ die Richtung vor, in Gorbitz werden aktuelle Missstände untersucht, um die Quartiere lebenswert zu halten. „Auch nach einem Vierteljahrhundert machen wir nicht Halt“, sagt Kühn. „Wir treiben die Stadterneuerung weiter voran.“

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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