Dresden. Prager Straße, Altmarkt, Postplatz, Albertplatz: An vielen prominenten Stellen der Innenstadt stehen die Springbrunnen still oder plätschern nur unregelmäßig - ausgerechnet vor dem nächsten hochsommerlichen Wochenende. Über die Gründe ist im Rathaus ein handfester Streit entbrannt.
Die Fraktion Team Zastrow sieht die Verantwortung klar bei der grünen Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. Seit die Haushaltssperre vor zwei Wochen aufgehoben sei, gebe es „keine Ausrede" mehr; die Brunnen könnten längst laufen, so Fraktionschef Holger Zastrow. Er verweist auf ein trotz Sperre verfügbares Budget von rund 2,66 Millionen Euro im zuständigen Amt und auf Betriebskosten von nur etwa 330.000 Euro im Jahr 2024. Seine Forderung, bereits als Stadtratsantrag gestellt: Jähnigen solle die Zuständigkeit entzogen und die Brunnen zur Chefsache des Oberbürgermeisters gemacht werden. In der Wortwahl wird Zastrow drastisch - er spricht von einem „Skandal" und davon, dass im Amt „etwas faul" sei.