Dresden. „Willkommen im Nebel" - mit diesen Worten eröffnete Stadtbezirksamtsleiter André Barth am Mittwoch die neue Nebeldusche am Jorge-Gomondai-Platz in der Neustadt. Die Anlage ist ein Zeichen dafür, dass Dresden die Hitzeproblematik ernst nimmt. Gleichzeitig warten 14 städtische Brunnen auf ihre Reparatur - und der politische Streit ums Wasser schwelt weiter.
Erfrischung auf Knopfdruck: Was die Nebeldusche kann
Seit Mittwoch steht am Jorge-Gomondai-Platz in der Neustadt eine ungewöhnliche Anlage: ein mobiler Trinkwasserbrunnen mit Vernebelungsfunktion. Ein zweiter Standort befindet sich an der Seestraße in der Innenstadt. Wer die sensorgesteuerte Anlage berührt, wird mit einem feinen Wasserfilm umhüllt - kostenlos, barrierearme nutzbar und bei Bedarf auch als Hundetränke: Eine bodennahe Wassertränke für Vierbeiner gehört zur Grundausstattung.
Die Wasserqualität prüft Kooperationspartner SachsenEnergie im eigenen akkreditierten Labor. Die Leitungen werden unabhängig von Nutzung und Witterung regelmäßig automatisch gespült. Die Technische Universität Dresden begleitet den Testbetrieb wissenschaftlich, parallel läuft eine Bürgerbefragung zu Wirksamkeit und Akzeptanz. Der Betrieb endet am 18. September 2026.