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Teurer Pokal-Traum: Dresdens Superblitzer versteckt sich jetzt am Zelleschen Weg

Ein grauer Blitzer-Messanhänger steht strategisch versteckt direkt hinter einer großen Werbetafel auf dem Gehweg am Zelleschen Weg in Dresden. Die Werbetafel zeigt ein Plakat zum DFB-Pokalfinale mit der Aufschrift „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“. Im Vordergrund ist ein grauer, mit Graffiti
Tarnung ist alles: Der berüchtigte Messanhänger „HWI-VE 159“ hat klammheimlich die Ammonstraße verlassen und lauert nun am Zelleschen Weg im Univiertel. Perfekt gedeckt von einer rotierenden Werbetafel nimmt der „Superblitzer“ hier alle ins Visier, die bei erlaubten 50 km/h zu viel Gas geben. Foto: NvdH
Von: Cornelius de Haas
Pünktlich zum großen Endspiel hat sich Dresdens bekanntester Messanhänger einen Logenplatz gesucht – getarnt hinter einer Werbetafel fürs DFB-Pokalfinale. Wer hier zu forsch aufs Gas tritt, sieht die Karte allerdings nicht in Berlin, sondern direkt vor Ort.

Dresden. Der Superblitzer hat den Verein gewechselt - und sich dabei einen Platz mit Faible für den großen Fußball gesucht. „HWI-VE 159“, der wohl bekannteste Messanhänger der Stadt, hat seinen Einsatz auf der Ammonstraße vor dem Tunnel Wiener Platz beendet und steht seit Donnerstagvormittag (Erstmeldung: 21. Mai, 9:30 Uhr) am Zelleschen Weg im Univiertel. Erlaubt sind hier 50 km/h, und wer schneller unterwegs ist, hat schlechte Karten.

Den eigentlichen Clou liefert der neue Standort: Der Trailer duckt sich hinter eine Werbetafel, die ihre Plakate mechanisch hoch- und runterfährt und so im Wechsel das DFB-Pokalfinale und Lidls Alpenmilchschokolade zeigt. Das Endspiel steigt am Samstag (23. Mai, 20 Uhr) im Berliner Olympiastadion zwischen Bayern München und Titelverteidiger VfB Stuttgart. Während die Tafel also abwechselnd nach Berlin lockt und zur Tafel Schokolade greifen lässt, wartet dahinter unbeirrt der Unparteiische - und der pfeift jedes zu schnelle Tempo ab. Anstoß auf dem Zelleschen Weg ist Tempo 50. Wer das überzieht, riskiert die Verlängerung im Bußgeldverfahren.

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Konkret heißt das: Bei 16 bis 20 km/h zu viel werden 70 Euro fällig, ab 21 km/h sind es 80 Euro plus ein Punkt in Flensburg. Wer angesichts von Pokal-Plakat und Schokoladentafel ins Träumen gerät, sollte den Blick also lieber auf dem Tacho lassen - sonst wird aus der Fahrt nach Hause schnell eine teure Auswärtspartie, und die einzige Tafel des Tages ist eine zum Aufessen.

Mit dem flexiblen Wechsel will die Stadt Gewöhnungseffekte vermeiden. Schon der berüchtigte Auftritt von Superblitzer „HWI-VE 159“ an der Güntzstraße hatte hinter einer Werbetafel Deckung gesucht - der Überraschungseffekt hat in Dresden also Tradition. 

Bleibt neugierig auf eure Stadt – die Redaktion von Die Sachsen News wünscht eine sichere Fahrt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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