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Kein Ausweis, aber 143 Platzpatronen: Kontrolle im Hauptbahnhof endet im Revier

Eine ungeordnete Gruppe von kleinen, goldfarbenen Patronen liegt auf einer matten Oberfläche.
Gefährlicher Fund im Rucksack: Bei einer Routinekontrolle im Dresdner Hauptbahnhof entdeckten Beamte bei einem 35-Jährigen ein illegales Waffen- und Medikamentenlager. Neben verschreibungspflichtigen Tabletten und einer verbotenen Blendgranate hatte der Mann auch 143 Platzpatronen ohne Erlaubnis im Gepäck. Symbolbild: pixabay/caruizp!
Von: Dresden News
Eine Routinekontrolle im Dresdner Hauptbahnhof wird zum Fund mit Seltenheitswert. Was ein 35-Jähriger am späten Mittwochabend mit sich trug, reichte von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln bis zu einer nicht gekennzeichneten Blendgranate.

Dresden. Es war kurz vor 23 Uhr, als ein 35-jähriger Mann am Mittwochabend einer Streife im Dresdner Hauptbahnhof auffiel. Weil er keinen Ausweis dabeihatte, nahmen ihn die Beamten mit ins nahe gelegene Bundespolizeirevier - eine Routine, die sich rasch als alles andere als alltäglich herausstellte.

Bei der Durchsuchung kam ein erstaunliches Sortiment zum Vorschein. In Rucksack und Tasche fanden die Beamten gleich mehrere Blister der verschreibungspflichtigen Mittel Tilidin, Metamizol und Pregabalin. Die Menge lag weit über dem, was ein Einzelner üblicherweise selbst benötigt. Ein Rezept konnte der Mann nicht vorweisen - dafür hatte er zahlreiche kleine Druckverschlussbeutel dabei. Für die Ermittler ein deutlicher Hinweis: Sie vermuten illegalen Handel mit Arzneimitteln.

Doch damit nicht genug. Im Hosenbund steckte griffbereit ein Einhandmesser, dazu trug der Mann 143 Platzpatronen bei sich - ohne die nötige waffenrechtliche Erlaubnis. Den ungewöhnlichsten Fund hoben sich die Beamten gewissermaßen bis zum Schluss auf: einen nicht gekennzeichneten pyrotechnischen Gegenstand. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich vermutlich um eine Blendgranate vom Typ GH2, wie sie im Softair- und Paintballsport zum Einsatz kommt. Weil die vorgeschriebene Kennzeichnung fehlt, steht hier ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz im Raum.

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