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Im Plenarsaal: Fünf Euro für eine Taschenuhr

Ein brauner Auktionshammer aus Holz liegt neben mehreren gefächerten Euro-Geldscheinen (50er, 100er und 500er) auf einem hölzernen Tisch.
Zum Ersten, zum Zweiten und... verkauft! Am 2. Juni verwandelt sich der Plenarsaal des Neuen Rathauses in ein Auktionshaus. Ob Taschenuhr, Schmuck oder Kuriosem aus der Wundertüte – viele Fundstücke wechseln gegen Bargeld oder Karte den Besitzer. Symbolfoto: freepik
Von: Dresden News
Am Dienstag, den 2. Juni, tagt im Plenarsaal des Neuen Rathauses keine Stadtpolitik – sondern der Auktionator. Wer kommt, kann eine Taschenuhr für fünf Euro ersteigern. Oder eine Wundertüte. Oder Manschettenknöpfe eines Unbekannten.

Dresden. Jemand hat eine Taschenuhr hinterlegt und nie abgeholt. Am 2. Juni kann sie für fünf Euro jemandem anderem gehören - versteigert im Plenarsaal des Neuen Rathauses, wo sonst Stadtpolitik gemacht wird.

Am Dienstag, den 2. Juni, von 17 bis 20 Uhr kommen dort Fundgegenstände und Nachlasssachen unter den Hammer: Schmuck, Gläser, Münzen, ein Blutdruckmessgerät, eine Wundertüte, Manschettenknöpfe eines Unbekannten. Die Taschenuhr ist eine Pfandsache mit einem Startgebot von fünf Euro - sie kann ausschließlich bar bezahlt werden. Für alle anderen Gegenstände gilt: Karte geht auch.

Die Versteigerungen finden in der Regel einmal im Quartal statt. Bis dahin ist der Weg für jeden Gegenstand derselbe: Fundsachen liegen sechs Monate im Fundbüro. Meldet sich niemand, werden sie versteigert, sozialen Zwecken zugeführt oder vernichtet. Nur gut erhaltene Stücke kommen überhaupt unter den Hammer - der Rest geht an gemeinnützige Organisationen oder in den Müll. Was am 2. Juni im Plenarsaal steht, hat diesen Filter bereits passiert. 

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Auch verlorene Gegenstände aus den Fahrzeugen der Dresdner Verkehrsbetriebe landen im Fundbüro. Wer also zuletzt etwas in der Straßenbahn liegenlassen hat und sich seitdem fragt, wo es geblieben ist: Es könnte am Dienstag im Neuen Rathaus stehen. 

Wer den Termin verpasst: Einzelne Fundgegenstände versteigert das Fundbüro auch über die Plattform - ohne festen Rhythmus und ohne Publikum. 

Besichtigung ab 16 Uhr. Die vollständige Liste steht im elektronischen Amtsblatt unter dresden.de/amtsblatt. Wer Ansprüche auf einen der Fundgegenstände hat, muss das bis Montag, 1. Juni, beim Fundbüro im Stadtforum Dresden, Waisenhausstraße 14, geltend machen - danach gehört er dem Meistbietenden.

Eingang: Goldene Pforte, Rathausplatz 1.

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