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Hermann-Seidel-Park: Sanierung schreitet voran, Spielplatz fertig

Blühende rosa und weiße Rhododendren hinter einem schwarzen Metallzaun an einem geschwungenen, neu angelegten Parkweg im Hermann-Seidel-Park in Dresden-Striesen.
Historische Wurzeln neu belebt: Im denkmalgeschützten Hermann-Seidel-Park wurden im Zuge der Sanierung historische Rhododendronsorten gepflanzt und die Wege barrierefrei erneuert. Die Anlage geht ursprünglich auf eine Versuchsanlage des gleichnamigen Züchters aus dem Jahr 1877 zurück. Foto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Aus einer alten Garagenfläche ist ein Kletterspielplatz geworden. Er ist der jüngste Schritt einer Parksanierung, die sich an einem Plan von 1927 orientiert.

Dresden. Im Hermann-Seidel-Park in Striesen sind weitere Bauabschnitte abgeschlossen. Neue Wege, Pflanzungen, ein Trinkbrunnen und ein neuer Kletterspielplatz stehen Besucherinnen und Besuchern inzwischen zur Verfügung, wie das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft bei einem Rundgang am 21. Mai mitteilte. Vorgestellt wurden die Arbeiten von Eva Jähnigen, Beigeordnete für Umwelt und Klima, Recht und Ordnung.

Saniert wird der Park bereits seit Anfang 2023. Grundlage sei eine denkmalpflegerische Zielplanung des Dresdner Büros Grohmann, die sich an historischen Unterlagen aus dem Jahr 1927 orientiere, so das Amt. Zu den bisherigen Maßnahmen zählen die barrierefreie Sanierung der Wege und der Platzfläche am Märchenbrunnen, die Überarbeitung der historischen „Knotenbänke", neue Rhododendren aus historischen Sorten sowie Baumpflegearbeiten.

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Spielplatz auf früherer Garagenfläche

Der Kletterspielplatz entstand innerhalb eines Jahres dort, wo zuvor Garagen abgerissen wurden. Geboten werden eine Kletter-Spiel-Skulptur aus Holz für Kinder ab sechs Jahren, eine Tischtennisplatte und eine Bankgruppe, alle in einheitlichem Erdbeerrot.

Die Kosten für das Spielplatzareal beziffert das Amt auf 145.000 Euro, hinzu kamen je rund 30.000 Euro für den Abbruch der Garagen sowie für Planung und Bauüberwachung. Der Stadtbezirk Blasewitz steuerte 150.000 Euro bei, weitere Mittel kamen vom Amt für Stadtgrün sowie vom Umweltamt. Die Gesamtsanierung wird zudem über das Förderprogramm „Sachsen barrierefrei 2030" des Freistaats finanziert.

Zahlreiche Fahrräder, Lastenräder und Kinderwagen stehen im Schatten großer, alter Bäume an einer Weggabelung im Hermann-Seidel-Park.
Magnet im Stadtteil: Ein Blick auf die vielen geparkten Fahrräder und Kinderwagen zeigt, wie gut die grüne Oase in Striesen von den Anwohnern angenommen wird. Foto: CdH

Geplant sind weitere Pflanzungen, um den alten Gehölzbestand zu verjüngen – darunter Laubbäume, Waldkiefern und Rhododendren. Ziel sei es, das frühere Erscheinungsbild der Fläche als lichtes Kiefernwäldchen wieder sichtbar zu machen. Auch Zäune, Rasenflächen und der Belag des Ballspielplatzes sollen erneuert werden.

Der Hermann-Seidel-Park entstand ab 1877 als Versuchsanlage des Rhododendronzüchters Hermann Seidel und wurde ab 1920 zum Volkspark. Heute steht er als Gartendenkmal unter Schutz.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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