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Frittieröl im Brunnen: Reinigung auf der Prager Straße kostet Dresden über 10.600 Euro

Das trockene, graue Steinbecken des Brunnens auf der gepflasterten Prager Straße in Dresden. Im leeren Becken ist die Brunnenmechanik zu sehen. Auf dem Pflaster davor liegen rote Fußplatten von Absperrungen, im Hintergrund
Teure Altöl-Verschmutzung: Die Reinigung dieses Brunnens auf der Prager Straße kostete die Stadt Dresden über 10.600 Euro. Ende Juli hatte jemand die Anlage mit Frittieröl verunreinigt – das frisst sechs Prozent des gesamten Brunnenbudgets. Archivfoto: Thomas Wolf
Über 10.000 Euro Schaden, aber die Polizei tappt völlig im Dunkeln. Keine Zeugen, keine Verdächtigen - warum das Altöl-Rätsel von Dresden vorerst ngelöst bleibt.

Dresden. Die Reinigung des Brunnens auf der Prager Straße kostet die Stadt mehr als 10.600 Euro. Der Brunnen war Ende Juli mit altem Frittieröl verunreinigt worden. Inzwischen ist er vollständig gereinigt und seit rund zwei Wochen wieder in Betrieb. Die Kosten entstanden vor allem durch die Reinigung von Becken und Technik, das Absaugen der Fette von der Wasseroberfläche und die fachgerechte Entsorgung des Altöls.

Für das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft ist das mehr als ein Ärgernis. Rund sechs Prozent des diesjährigen Budgets für die Brunnenbewirtschaftung gehen allein für diesen einen Schaden drauf, erklärte Amtsleiter Sascha Döll. Größere Reparaturen an anderen Anlagen würden dadurch fast unmöglich, etwa die Erneuerung von Pumpen- oder Elektrotechnik am Albertplatz.

Ermittlungen ohne Spur

Wer das Öl in den Brunnen kippte, ist offen. Die Ermittlungen dauern nach Angaben der Polizei an, Tatverdächtige gibt es bislang nicht. Ob Kameras mögliche Täter erfasst haben, will die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Einen Zeugenaufruf gab es nicht, Hinweise liegen der Polizei nicht vor. Auch zur Frage, warum jemand das Öl in den Brunnen schüttete, kann sie nichts sagen, solange die Täter unbekannt sind.