Dresden: Planung für die neue Carolabrücke ist vergeben
Dresden. Die neue Carolabrücke rückt einen Schritt näher. Oberbürgermeister Dirk Hilbert unterzeichnete am 10. September 2026 den Vertrag mit dem Planungsteam CAROLA 3.0, das aus der FHECOR Deutschland GmbH und den TSSB architekten besteht. Damit beginnt die nächste Planungsphase.
Für das Büro TSSB hat das Datum eine besondere Note. Den unterzeichneten Vertrag erhielt es nach eigenen Angaben am 11. September 2026, genau zwei Jahre nach dem Einsturz der alten Carolabrücke am 11. September 2024. „Die neue Carolabrücke wird Wirklichkeit", schrieb das Büro auf LinkedIn.
Genehmigungsreifer Entwurf bis Anfang 2027
Das Ziel der jetzt startenden Phase ist ein Entwurf, der alle statischen, konstruktiven und architektonischen Details enthält und eine Genehmigung ermöglicht. Er soll Anfang 2027 vorliegen und anschließend dem städtischen Begleitgremium vorgestellt werden.
In den kommenden Monaten stimmen Stadt und Planungsteam die Fachdetails ab. Dafür bilden beide Seiten gemeinsame Planungsgruppen. Es geht unter anderem um die Verkehrsanlagen, die Gleise und die Leitungen für Fernwärme, Kommunikation und Strom sowie um den ÖPNV. Parallel entsteht der Terminplan für Vorplanung und finalen Entwurf.
Abstimmung mit Behörden und Schutz des FFH-Gebiets
Bevor gebaut werden kann, muss die Planung mit zahlreichen Behörden abgeglichen werden. Dazu zählen das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt sowie die Umwelt-, Naturschutz-, Hochwasserschutz- und Denkmalschutzbehörden.
Das Brückenareal liegt in einem streng geschützten Flora-Fauna-Habitat. Baustellenlogistik und Artenschutz müssen deshalb aufeinander abgestimmt werden.
Die Grundlage für den Vertrag legte der Stadtrat am 3. September 2026. Er stimmte mit 39 zu 31 Stimmen für den Entwurf von CAROLA 3.0. Die Beauftragung läuft stufenweise: Die erste Stufe umfasst die Leistungsphasen 1 und 2, weitere Stufen die Leistungsphasen 2 bis 4 sowie 5 bis 7. Das Team startet nun in Phase 2.
Ausschreibung ab Herbst 2027, Baubeginn 2028
Liegt die Baugenehmigung vor, bereitet die Stadt die technischen Dokumente und Leistungsbeschreibungen vor, dann folgt die Ausschreibung. Sie könnte im Herbst 2027 beginnen. Der Baubeginn ist für 2028 vorgesehen.