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Baustellen-Falle in Dresden: Superblitzer lauert mitten auf der Umleitung!

Ein dunkelgrüner, kastenförmiger Blitzer-Anhänger mit dem Kennzeichen HWI-VE 213 steht am rechten Rand einer Wohnstraße hinter einem Baum. Links sind helle Wohnhäuser zu sehen, im Vordergrund auf dem Grünstreifen liegt ein prall gefüllter gelber Sack.
Falle auf der Umleitung: Der berüchtigte Messanhänger „HWI VE 213“ steht jetzt auf der Gartenstraße in Cossebaude. Auf der viel befahrenen Ausweichstrecke gilt Tempo 30 - wer nicht aufpasst, tappt direkt in die Radarfalle. Foto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Tausende Autofahrer quälen sich wegen einer aktuellen Sperrung durch ein enges Wohngebiet. Doch genau dort hat die Stadt jetzt eine Radarfalle aufgestellt.

Dresden. Er misst nicht mehr auf der Strehlener Straße. Seit Dienstagvormittag steht Superblitzer „HWI VE 213" auf der Gartenstraße in Cossebaude. Der Anhänger nimmt den Verkehr in Richtung Meißen ins Visier, kurz vor dem Gohliser Weg. Erlaubt sind dort 30 km/h.

Die Gartenstraße ist derzeit keine gewöhnliche Wohnstraße. Seit dem 6. Juli saniert die Stadtentwässerung Dresden den Kanal auf der Meißner Landstraße im Bereich der Dresdner Straße. Der gesamte Durchgangsverkehr Richtung Meißen und Niederwartha wird deshalb umgeleitet - über die Gustav-Merbitz-Straße, die Flensburger Straße, eben die Gartenstraße und weiter über die Heinrich-Mann-Straße.

Damit rollt seit gut einer Woche der komplette Verkehr Richtung Meißen durch ein Wohngebiet, das dafür nie gebaut wurde. Und genau dort steht jetzt der Messanhänger. Wer der Baustelle ausweicht, fährt in den Blitzer.

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Bis 14. August: Was Autofahrer auf der Umleitung wissen müssen

Die Kanalarbeiten dauern noch. Bis Freitag, dem 14. August, bleibt die Umleitung bestehen – gut vier weitere Wochen also. Auch die Buslinie 68 fährt die Strecke; die Haltestellen Gohliser Weg und Ludwigstraße werden in Richtung Niederwartha nicht bedient.

Ob „213" die gesamte Bauzeit über stehen bleibt, ist offen. Das Ordnungsamt wechselt die Positionen seiner drei Anhänger bewusst unregelmäßig, um Gewöhnungseffekte zu verhindern.

Zurück im Westen: „213" und der Brandanschlag von Briesnitz

Der olivgrüne Anhänger hat mit dieser Gegend eine Vorgeschichte. Anfang Juni stand er in Briesnitz, nur wenige Kilometer die Meißner Landstraße stadteinwärts - dort setzten Unbekannte ihn in Brand. Nahezu unbeschadet überstand er den Angriff und war kurz darauf wieder im Einsatz.

Zuletzt hatte „213" an der Strehlener Straße gemessen, geduckt unter einem Baum vor einer Hecke. Jetzt ist er zurück im Dresdner Westen.

Wo die anderen beiden stehen

Die Flotte ist damit so weit auseinandergezogen wie lange nicht. „HWI VE 167" steht seit Montag am Niederwaldplatz in Striesen und blitzt Richtung Elbe - bei Tempo 50. „HWI VE 159", der bekannteste der drei, hat sich auf der Lipsiusstraße eingerichtet, rund 100 Meter vor der Comeniusstraße, Blickrichtung Borsbergstraße, Tempo 30.

Zwei Anhänger im Osten, einer ganz im Westen: Wer quer durch Dresden fährt, kommt derzeit an keinem gefahrlos vorbei.

Bußgeld: Das kostet zu schnelles Fahren auf der Gartenstraße

Innerorts spielt es für den Geldbeutel keine Rolle, ob Tempo 30 oder Tempo 50 angeordnet ist – entscheidend ist allein, wie weit darüber gemessen wird.

Die Sätze für Pkw:

  • 11 bis 15 km/h zu viel: 50 Euro
  • 16 bis 20 km/h: 70 Euro
  • 21 bis 25 km/h: 115 Euro und ein Punkt in Flensburg
  • 26 bis 30 km/h: 180 Euro, ein Punkt und ein Monat Fahrverbot
  • 31 bis 40 km/h: 260 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot

Gerade in einer 30er-Zone ist die Schwelle schnell erreicht: Wer mit 55 km/h durch die Gartenstraße rollt, zahlt bereits 180 Euro und ist einen Monat zu Fuß unterwegs.

Bleibt neugierig auf eure Stadt – die Redaktion von Die Sachsen News wünscht eine sichere Fahrt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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